zur info...kunst, ein stück natur, das gespräch der natur mit sich selbst, durch das medium des künstlers sichtbar gemacht. kunst ist für gabriele middelmann ein akt der freiheit, von inhalten emanzipiert. durch mannigfaltige schichtungen, überlappungen und faltungen des materials und der farbe, eröffnen sich dem betrachter dreidimensionale bewegungsräume, in denen man innere räume entdecken kann. malerische geologie, manchmal scheint es, es bräche die erde auf. der betrachter kann nur erahnen, welche räume sich unter den schichtungen befinden. die arbeitsweise gleicht der natur wachsen lassen, auswählen, zerstören, in teilen wieder beginnen. so entsteht in einem zeitaufwendigen prozess eine schichttechnik, die aus dutzenden von aufeinander gelegten farbschichten entspringt. alles beeinflusst einander und steht im wechselspiel zueinander. gabriele middelmann wählt bewusst uns vertraute materialien von mythologischem ursprung, wie lehm, rinde, sand oder gestein. seit 2005 experimentiert sie zusätzlich mit plexiglas und dringt damit, wie durch eine lupe schauend in tiefere räume ein. die bilder strahlen ruhe aus, ohne dabei an spannung zu verlieren. sie erwecken in uns assoziationen an längst vergessene tage. der baum ist schon längst gefällt, seine rinde ohne saft, vergessen ist seine frühere kraft und ausstrahlung. durch den künstler kann er in einer anderen sprache, die wir verstehen, weiterleben...

 

 

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